Andrea Zacke

   
 
Mein persönliches Verständnis vom personzentrierten Ansatz:
     

Wenn wir uns gesehen und verstanden fühlen ist alles möglich. Vielleicht gibt es keine größere Kraft für die Liebe (Bob Stahl)
In der Personenzentrierten Beratung geht es für mich darum, dass Menschen sich selbst näher kommen können, indem sie sich durch den Berater gesehen und verstanden fühlen.
Mit dieser Erfahrung sich Selbst zunehmend annehmen und mehr Selbstmitgefühl  entwickeln können.

„Den Anderen an seiner Grenze berühren und ihm dort ein Angebot machen“ (Fritz Pearls)
Für mich ist es immer wieder wichtig mich zu erinnern, dass jeder eine andere Grenze zur inneren Befindlichkeit hat, eine andere Schutzhülle.
Personenzentrierte Beratung bedeutet für mich feiner zu werden im Gespür, wo diese Grenze im Anderen ist, sich dieser mit Neugier, Offenheit, Sanftheit und Akzeptanz anzunähern.
Dort ein Angebot zu machen, ohne die Erwartung und den Druck, dass etwas Bestimmtes passieren muss.
Es ist nicht die Technik die wirkt, diese ist hilfreich, jedoch ist es vor allem die Haltung und der sichere Raum, der erfahren wird und die Wirkung ermöglicht.

„Wenn wir still werden, werden wir wacher, erfahrbereit, reagierbereit, können eigene Verhaltensweisen und Zustände klarer erkennen, verstehen, miteinander vergleichen, gelassener damit umgehen und Veränderungen zulassen“ (Elsa Gindler)

In der Personenzentrierten Beratung wird es möglich sich nach Innen zu wenden,
in einer gewissen Weise langsamer zu werden und sich damit bewusst zu werden, welche „Wetterlage“ im Inneren vorherrscht.
Dazu braucht es in der Begleitung einen Raum der als sicher erfahren  wird, eine Begleitung in den inneren Achtsamkeitsraum.
Kann etwas gesehen  und zugelassen werden, so wird mit der Zeit Integration und Veränderung möglich.

 

„Ich stelle fest, dass von allem was ich tue eine heilende Wirkung auszugehen scheint, wenn ich meinem inneren, intuitiven Selbst am nächsten bin,.... es ist, als habe meine Seele Fühler ausgestreckt und die Seele des Anderen berührt.“
(Rogers 1980)

Personenzentrierte Beratung bedeutet für mich auch kontinuierliche eigene, innere Beziehungsarbeit.
Wach sein für die eigene Befindlichkeit, die Emotionen die durch den Beratungskontakt in einem Selbst aufkommen.
Hierfür ist es sinnvoll und nötig die eigene Achtsamkeit und Selbstannahme zu schulen und diese in der Beratung zur Verfügung zu stellen.
Eigentlich ist es so, dass sich Beide von der Beratung berühren und verändern lassen.