Daniela Stahlfeld-Wagner    
 
Mein persönliches Verständnis vom personzentrierten Ansatz:
     
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Aus Sambia

Mein Verständnis vom personzentrierten Ansatz möchte ich - neben oben genanntem Sprichwort aus Afrika - anhand von drei Zitaten beschreiben, die mir als Halt und Wegweiser sehr wichtig geworden sind:

Du kannst keinen Ort verlassen, bevor Du ihn erreicht hast (Leslie Greenberg)


So müssen wir unsere eigene Angst, die uns lähmt und begrenzt, auch zunächst erreichen, bevor wir uns von ihr verabschieden können.

Im Kern eines jeden Menschen existiert eine unzerstörbare „zarte, weiche Stelle“ (Stephen G. Gilligan)


Meiner Meinung nach finden wir an dieser von Stephen Gilligan formulierten „zarten Stelle“ die Sehnsucht und die Angst, die für uns wegweisend sein kann. Ich glaube, das ist eben die Stelle, von welcher Carl Rogers gesprochen hat, als er die „Aktualisierungstendenz“ formulierte. Wir haben eine Tendenz, zu „werden, wer wir sind“ – manches haben wir auf unserem Weg „schützend verborgen“.

Alles echte Leben ist Begegnung (Martin Buber)

Wenn wir nun in einer Atmosphäre von authentischer, wertschätzender und empathischer Begegnung zwischen Helfer und Hilfe-suchendem diese zarte Stelle „berühren“ und liebevoll erforschen dürfen, wird der „Wachstumsimpuls“ ausgelöst – das ist das, was meiner Meinung nach in der personzentrierten Hilfe passiert.